THE SHIFT | Tag 26 | Tagescode

Osten | Kehlchakra

Tagescode 07.01.26 | 9951 - 24 - 6

 

Transkript der Audionachricht

Tag 26 Osten | Kehlchakra

Guten Morgen ihr Lieben,
Tag 26 – Osten, Kehlchakra

Es ist ganz spannend.
Ich mache das ja sehr selten, dass ich eine Nachricht noch einmal lösche, wenn ich bereits begonnen habe, sie aufzusprechen.
Aber genau das habe ich eben getan.

Plötzlich kam mir die Frage:
Was will ich euch denn wirklich sagen?
Was will heute wirklich durch mich zu euch fließen – durch mein Kehlchakra?
Worum geht es heute?

Ich muss dann immer wieder selbst lächeln,
wenn ich feststelle, dass die Situation, der Moment, das, was gerade geschieht, so unglaublich gut zu dieser Frequenz passt.

Heute Morgen stand ich in der Küche unseres Apartments
und empfand eine tiefe, ehrliche Demut.
Mir wurde bewusst, dass ich Gott, diesen Strom des Unendlichen,
erst dann wirklich tief in mir spüren kann,
wenn ich mich diesem Größeren zur Verfügung stelle.

Und dieses „sich dem Größeren zur Verfügung stellen“
ist gar nicht pathetisch.
Es ist gar nicht so groß, wie ich es mir früher vorgestellt habe.

Vielleicht ist das heute auch genau für dich.
Viele von uns hatten oder haben die Vorstellung,
dass wir etwas Weltbewegendes tun müssen,
etwas, das Tausende von Menschen erreicht,
wenn wir uns dem Größeren zur Verfügung stellen.

Ja, ich gebe zu, diese Vorstellung kenne ich –
gerade wenn ich an die Herausgabe dieses Buches denke.
Und gleichzeitig wird mir immer bewusster:
Es ist einfach eine innere Haltung.

Ein innerer Zustand.
Entspringend aus einer Sattheit,
aus einem wirklichen Genährtsein,
aus einem geheilten Erwachsensein.

Und genau hier möchte ich dich heute noch tiefer mit ins Medizinrad nehmen.

Meine damalige schamanische Lehrerin sagte:
Ein Mensch ist erst dann wirklich erwachsen,
wenn er sich selbst auf allen Ebenen ernähren kann.

Damit meinte sie nicht nur die körperlich-physische Ebene,
also Nahrung.
Sondern auch die finanzielle, wirtschaftliche Ebene
und ebenso die emotionale, geistige, mentale und seelische Ebene.

Mit anderen Worten:
Wenn du dir all das selbst geben kannst,
von dem du – bewusst oder unbewusst –
immer noch glaubst, ein anderer müsste es dir geben.

Und das sind manchmal ganz alltägliche Kleinigkeiten,
bei denen wir noch erwarten,
dass jemand anderes sie für uns übernimmt.

Solange das so ist,
bist du in diesem Sinne noch nicht erwachsen.

Diesen Zustand, von dem ich eben gesprochen habe –
ich nenne ihn den Ost-Zustand,
sich dem Größeren zur Verfügung zu stellen –
der tritt, so wie ich es erfahre,
fast automatisch ein,
wenn deine Bedürfnisse erfüllt sind.

Und vor allem:
wenn du in der Lage bist,
deine Bedürfnisse selbst zu erfüllen.

Das bedeutet nicht,
dass ein anderer nichts für dich tun darf.
Nicht, dass du nicht um Hilfe bitten darfst.
Nicht, dass du Aufgaben nicht abgeben darfst,
gerade im beruflichen Kontext.

Aber du klebst nicht daran.

Und das ist aus meiner Sicht eines der wichtigsten Puzzleteile:
Du klebst nicht an deinen Bedürfnissen
und vor allem nicht an der Erwartung,
dass sie erfüllt werden müssen.

Und dann kommt noch ein weiterer Schritt:
Du klebst auch nicht daran,
dass du sie dir unbedingt selbst erfüllen musst.

Denn was wäre,
wenn ein Bedürfnis einmal nicht erfüllt ist?

Für mich ist das wahre Meisterschaft.

Ein kleines Kind muss versorgt werden,
sonst überlebt es nicht.
Es braucht jemanden, der ihm Essen gibt,
Trinken gibt, sich kümmert.

Doch wir sterben nicht,
wenn unsere kindlichen Bedürfnisse einmal nicht erfüllt sind.

Und genau hier beginnt ein noch tieferer Tanz im Osten:
Du ernährst dich selbst als Erwachsener,
indem du zu deinen Bedürfnissen stehst,
sie kommunizierst,
sie teilst.

Und in dem Moment,
in dem sie geteilt und ausgesprochen sind,
gibst du sie wieder frei.

Das Bedürfnis darf sein.
Die Kommunikation darf sein.
Und gleichzeitig wird das Bedürfnis unwichtig
im Hinblick auf das große Ganze.

Das ist – ich nenne es jetzt einfach so –
die nächste höhere Bewusstseinsebene,
in die wir jetzt im Osten hineingehen.

Du musst das alles gar nicht verstehen.
Ich wusste selbst nicht,
was hier gerade fließt,
als ich begonnen habe zu sprechen.

Ich könnte es vermutlich nicht einmal wiederholen.
Aber ich spüre,
dass es uns heute trägt.

Es trägt uns in unserer Kommunikation –
ob verbal,
schriftlich
oder nonverbal.

Denn du kannst nicht nicht kommunizieren.

Diese Frequenz des genährten Erwachsenen trägt heute:
Einen Erwachsenen,
der gleichzeitig seine kindlichen Bedürfnisse annimmt.

Nicht bekämpft –
sondern mit ihnen tanzt.

Denn dein inneres Kind
und dein innerer Teenager
– Süd- und Westenergie –
bleiben Teil von dir.

Wenn wir durch den Osten gehen,
durch das letzte Viertel des Rades,
beginnen wir energetisch wieder im Süden.

Es ist ein unendliches Rad.
Ein Rad, das sich einmal im physischen Leben dreht
und sich gleichzeitig ständig
in größeren und kleineren Zyklen zeigt –
in jedem Moment,
in allen Facetten.

Auch unser Core-Work-Tool ist ein Rad.
Es erinnert dich in jedem Moment daran,
dass du alles bist
und dass du alles sein darfst.

Dass du alles, was du in dir trägst, leben darfst.

Und indem du dir heute vielleicht
noch ein wenig mehr Erlaubnis gibst,
noch ein wenig mehr liebst,
keinen Widerstand mehr hast
gegen das, was jetzt ist,
darfst du tiefer eintreten.

Noch tiefer.
Jenseits von Worten.
Jenseits von dem,
was ich hier oder in einem Buch vermitteln könnte.

Viele von euch kennen das aus den Eins-zu-eins-Calls:
Irgendwann brauchten wir keine Worte mehr.

Und gleichzeitig braucht es für das große Ganze
immer wieder Worte.

Denn auch im Osten kannst du dich nicht niederlassen.
So schön es sich anfühlt –
dieses „Jetzt bin ich angekommen,
jetzt bleibe ich hier“.

Nein.

Heute geht es darum,
noch viel tiefer zu verstehen,
was es bedeutet,
gar nichts mehr gegen das zu haben,
was ist.

Ich wünsche dir
einen bezaubernden Mittwoch.
Mach ihn zu einem
wundervollsten Tag deines Lebens. ✨