Tag 22 Osten | Wurzelchakra
Guten Morgen, ihr Lieben.
Tag 22 – wir sind im Osten, im Wurzelchakra.
Als Allererstes kam heute Morgen ein interessanter Satz bei mir an:
Wir kommen alleine und wir gehen alleine.
Und dazwischen tanzen wir zwischen dem Ich, dem Du, dem Wir und dem All-Eins.
Wir erfahren uns als etwas Getrenntes
und dann wiederum als etwas Nicht-Getrenntes.
Und heute, an diesem ersten Tag im Osten, fühle ich sehr klar,
dass es genau darum geht:
um Weisheit.
Denn das ist das Charakteristikum des Ostens.
Hier geht es nicht mehr um Wissen.
Hier geht es um Weisheit.
Weisheit ist verkörpertes Wissen.
Weisheit ist gelebtes Wissen.
Ein Beispiel:
Wenn sich jemand sein ganzes Leben lang in einer einsamen Hütte verkriecht,
Bücher und Bücher liest
und sich all das Wissen dieser Welt aneignet,
aber nie aus dieser Hütte herausgeht,
dann wird er nicht zur Weisheit kommen.
Denn Weisheit entsteht durch Erfahrung.
Sie entsteht durch Hinfallen und Aufstehen.
Krönchen richten. Weitergehen.
Manche nennen das Scheitern.
Doch Nicht-Gelingen ist immer eine Erfahrung –
und damit bereits Teil der Weisheit.
So geht es heute,
in dieser Ostwoche,
im Wurzelchakra
um einen tiefen Rückblick.
Nicht darum, in alte Geschichten einzutauchen,
sondern darum, dich hinzusetzen
und dich tief mit deiner Wurzel zu verbinden.
Vielleicht setzt du dich heute bewusst auf die Erde.
Setz dich wirklich auf die Erde
und spüre dein Wurzelchakra
in Verbindung mit dieser Ostenergie.
Du wirst eine Erfahrung machen.
Nämlich die Erfahrung,
dass es sich ganz anders anfühlt
als im Norden, Westen oder Süden,
dich mit deiner Wurzel zu verbinden.
Und dann schau einfach,
was zu dir kommen möchte:
Bilder. Worte. Empfindungen.
Vielleicht auch Geschichten –
und vielleicht auch gar nichts davon.
Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Schau auf deine Erfahrungen.
Schau, was du gemeistert hast.
Schau, was du in den letzten drei Wochen gemeistert hast.
Vielleicht empfindest du manches davon
gar nicht als Meisterschaft.
Auch das ist ein spannender Aspekt.
Und doch wirst du etwas spüren –
eine Erfahrung,
die ich dir nicht beschreiben kann,
weil du sie nur selbst machen kannst.
Die Erfahrung,
auf dein Leben zu schauen
und zu erkennen,
welche Erfahrungen dich
zu dieser inneren Meisterschaft
und letztendlich zu dieser Weisheit geführt haben.
Denn der Übergang vom Norden in den Osten
beinhaltet ein vollständiges Freilassen.
Ein Freilassen dieser Erfahrungen.
Und ja –
das mag sich widersprüchlich anhören:
Jetzt soll ich reflektieren
und dann soll ich wieder freilassen?
Genau das ist die Dynamik.
Die lebendige Bewegung
im endlosen, ewigen Kreis.
Sich bewegen zu lassen,
ohne sich selbst zu bewegen.
Geführt zu werden.
Geleitet zu sein.
Und so machst du Erfahrungen,
um diese tiefere Weisheit
in dein Bewusstsein
und in deine Zellen zu holen –
im Wissen,
dass du sie anschließend wieder freilassen darfst.
Denn viele unserer Erfahrungen
haben unsere Glaubenssätze
und Überzeugungen geprägt.
Ein Beispiel:
Vielleicht hast du in deinen ersten Beziehungen
schmerzhafte Erfahrungen gemacht
und daraus den Glaubenssatz entwickelt,
dass du nicht beziehungsfähig bist
oder dass es den richtigen Menschen für dich nicht gibt.
Oder vielleicht hattest du immer Schwierigkeiten mit Geld
und hast die Überzeugung entwickelt,
dass Geld nie genug da ist.
Ich bin sicher,
du kennst aus deinem eigenen Leben
viele solcher Beispiele.
Zur Weisheit gelangen wir,
wenn wir diese Erfahrungen freigeben,
sie würdigen
und sie als unsere eigenen Kreationen anerkennen.
Als Zeichen unserer unbegrenzten Schöpferkraft.
Und wenn wir aufhören,
Widerstand gegen irgendeine dieser Erfahrungen zu haben –
egal, wie wir sie einst genannt haben.
Egal, was war.
Egal, wer dir etwas angetan hat.
Egal, wem du etwas angetan hast.
All das darf heute freigelassen werden.
All die energetischen Bündel,
die du vielleicht noch in deinem Energiefeld hältst.
Nimm dir heute bewusst Zeit
für diese Reise.
Die Reise zu deinen Erfahrungen.
Sie müssen nicht bildlich auftauchen.
Sie müssen keine Geschichten erzählen.
Es reicht die klare Absicht,
all diese Erfahrungen zu würdigen,
sie als deine Kreationen anzuerkennen,
sie zu feiern,
dich zu feiern
und sie dann wieder
in den Strom des Unendlichen
zurückfließen zu lassen.
Und während du das tust,
spürst du vielleicht,
wie dieses Freilassen
dich noch tiefer erdet,
dich noch mehr verwurzelt
und dich noch weiter
in diese absolute innere Sicherheit sinken lässt.
In dieses tiefe Wissen,
dass du sicher bist.
Getragen.
Gehalten.
Dass du ein wundervolles,
perfektes,
liebenswertes,
bezauberndes Wesen bist –
aus Mensch und Gott,
aus Himmel und Erde.
Und dass du genau hier,
in dieser Form,
auf dieser Erde
sein darfst,
um das Leben zu erfahren,
zu genießen
und den größtmöglichen Spaß zu haben.
Ich wünsche dir heute
den wunder, wunder,
wundervollsten Tag
deines Lebens.
Amen und Aho.