Tag 7 Süden | Kronenchakra
Einen wunderschönen guten Morgen, ihr Lieben.
Heute sind wir im Kronenchakra, am siebten Tag der Südwoche.
Und vielleicht spürt ihr es schon:
Der letzte Tag hat eine ganz besondere Qualität.
Eine Übergangs-, eine Schwellenqualität.
Denn ab morgen tauchen wir in die Energie des Westens ein.
Heute hatte ich den Impuls, euch noch einmal ein Stück weit in das Medizinrad mitzunehmen.
Im Süden, in der Kindheit, geht es um dieses tiefe Verbundensein mit deinem Ich.
Wer bist du?
Du entdeckst dich selbst meist erst mit etwa drei Jahren.
Erst dann entwickelt sich eine Ich-Identität.
Vorher sprechen Kinder oft von sich in der dritten Person.
Vielleicht hast du das bei deinen eigenen Kindern beobachtet oder erinnerst dich daran,
dass sie zunächst ihren Namen benutzt haben und erst später „ich“ gesagt haben.
In diesen ersten sieben Lebensjahren steht das Ego – das Ich – ganz zentral im Vordergrund.
Und das, was wir später so oft negativ bewerten oder „loswerden“ wollen,
konnte sich in vielen von uns gar nicht wirklich entfalten.
Wenn das Ich sich ausdrücken wollte, zum Beispiel in Form von Wut, hieß es oft:
„Nein, das gehört sich nicht.“
Wut ist nicht richtig.
Wenn wir traurig waren, wurden wir häufig sehr schnell getröstet.
Doch die Trauer selbst hatte oft keinen wirklichen Raum.
Und wenn wir glückselig und voller Freude waren, vielleicht tanzten oder laut lachten,
kam manchmal ein:
„Schön, dass du dich freust – aber bitte nicht so laut, nicht so doll, nicht zu viel.“
Heute, am letzten Tag im Süden, lade ich dich ein,
einen sanften Rückblick auf deine Kindheit zu werfen.
Nicht, um Geschichten auszukramen,
sondern einfach, um zu beobachten.
Was war da in diesen ersten sieben Lebensjahren?
Nimm gern deinen Stein.
Lege ihn auf dein Kronenchakra –
oder, wenn der Impuls da ist, auf eines der anderen Chakren.
Spiel damit. Probier dich aus.
Rückschau und Rückblick halten heißt nicht,
dass du analysierst oder bewertest.
Es bedeutet, dass du zurück in dein Innerstes, in deinen Kern gehst
und einfach schaust, was jetzt, in diesem Moment, da ist:
Gedanken.
Gefühle.
Bilder.
Du nimmst sie wahr
und umhüllst sie mit diesem magischen Satz:
„Ich habe überhaupt nichts – wirklich gar nichts – dagegen einzuwenden.“
Denn das, was jetzt da ist –
dieses Gefühl, dieser Gedanke –
mag aus einer Erinnerung stammen.
Vielleicht aus einer, die sich nicht so schön anfühlt.
Oder aus einer, die Wärme trägt.
Oder Sehnsucht.
Oder Traurigkeit.
Oder Wut.
Was auch immer es ist:
Es ist deine Kreation.
Und dann beobachtest du,
ob da vielleicht ein Widerstand auftaucht.
Ein Widerstand gegen die Idee,
dass auch all das, was in diesen ersten sieben Lebensjahren war,
von dir mitkreiert wurde.
Nicht bewusst auf der Ebene des menschlichen Verstandes,
sondern bewusst auf der Seelenebene.
Im Kronenchakra haben wir heute diesen Überblick.
Diese Metaebene über unsere Kindheit.
Und egal, wie sie war:
Das, was jetzt ist –
das, was du jetzt denkst, fühlst, wahrnimmst –
ist richtig.
Und es ist wundervoll.
Wenn da Widerstand ist,
dann ist auch dieser Widerstand
eine deiner wundervollsten Kreationen.
Widerstand zu fühlen,
Kampf zu fühlen –
so wie ich ihn selbst durch mein ganzes Leben kenne –
spiegelt dir deine Kraft und dein Potenzial.
Vielleicht ergibt es jetzt auch für dich Sinn:
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen,
dass im größten Widerstand,
im größten Kampf,
im größten Schmerz
und in der größten Angst
das größte Potenzial liegt.
Warum?
Weil dort eine enorme Menge Energie gebunden ist.
Je stärker sich etwas anfühlt,
je tiefer es sich in deine Zellen eingeprägt hat,
je öfter es sich in deinem Leben wiederholt hat,
je intensiver du etwas fühlst oder erlebst,
desto mehr Energie hast du dort gebunden.
Es ist deine Schöpfung.
Deine Kreation.
Und du hast nichts –
wirklich gar nichts –
gegen irgendeine deiner Kreationen einzuwenden.
Du hast nichts mehr gegen dich einzuwenden.
Und genau darin liegt die Magie
des Freilassens dieser gebundenen Energie.
Du lässt sie einfach frei.
Du lässt sie zurückströmen
in den Strom des Unendlichen.
Und du sinkst tiefer und tiefer
in die Hand Gottes,
in den Schoß der Mutter,
in die Hand des Vaters.
Und dort gibt es nichts –
wirklich gar nichts –
zu tun.
Denn so, wie du bist,
bist du das Wertvollste,
das Wunderbarste
und das Liebenswerteste,
was Gott durch dich erschaffen hat.
Hab einen wundervollen Tag.
Alles Liebe.