SÜDEN | Wurzelchakra | Tag 01

Süden - Wurzelchakra | 18.02.2026 | 3186 - 15 - 6

Tag 01

Ankommen – Sicherheit
„Sicherheit entsteht nicht durch Denken, sondern dadurch, dass du dir erlaubst, einfach DA zu sein.“

Süden-Wurzelchakra
5217 – 15 – 6 THE SHIFT
3186 – 15 – 6 THE SHIFT 2.0

Es ist dein erster Tag.
Setz dich auf die Erde, drinnen oder draußen. Schließe die Augen. Atme.
Und jetzt stell dir vor, wie es ist, deinen allerersten Tag in deinem eigenen Leben zu erleben.
Es gibt noch nichts. Alles ist leer. Alles ist weiß.
Vielleicht fällt es dir schwer, dir das wirklich vorzustellen. Dein Verstand hat dazu meist sofort etwas zu sagen. Dann genügt es, es einfach nur auszusprechen:
Heute ist der erste Tag.
Ich bin hier.
Das ist genug.
Bleib so lange sitzen, wie du magst. Es gibt keine Vorgabe. Kein Richtig. Kein Falsch. Du kannst den Versuch, es richtig zu machen, heute einfach aufgeben.
Eine Minute. Zehn Minuten. Dreißig Minuten.
Und wenn du magst, wiederhole diese Übung heute, an diesem ersten Tag, so oft du möchtest.
Setz dich auf die Erde. Atme. Und wiederhole:
Heute ist der erste Tag.
Ich erlebe heute den ersten Tag meines Lebens.
Alles ist neu. Alles ist weiß.
Noch nichts ist geformt.
Noch nichts ist erschaffen.
Es ist mein erster Tag.
Mehr gibt es nicht zu tun.

Und wenn du magst, schreibe auf die folgende leere Seite all das, was du an diesem ersten Tag gerne notieren möchtest. Auch hier gibt es kein Richtig und kein Falsch.
Es muss nicht logisch sein. Es dürfen einfach nur Worte sein, Begriffe. Vielleicht magst du auch malen. Vielleicht drückst du dich über Farben und Formen aus.
Auch das genügt vollkommen für deinen ersten Tag.
Es genügt, dass du einfach hier bist.

Graue Box – Tag 01


Wenn dein Verstand jetzt Fragen stellt oder sehr aktiv ist, ist das ganz normal. Du machst nichts falsch. Diese Übung dient nicht dazu, etwas zu verstehen oder zu erreichen, sondern anzukommen. Du kannst diese Zeilen lesen oder sie überspringen. Beides ist richtig. Sicherheit entsteht hier nicht durch Denken, sondern dadurch, dass du dir erlaubst, einfach da zu sein.

Zusätzlicher Impuls

 

Hallo, ihr Lieben,

mir ist gerade so etwas wie eine Beschreibung des Medizinrades durchgeflossen.
Ich hatte zuerst überlegt, ob das etwas ist, was ins Buch gehört.
Und gleichzeitig habe ich gespürt, dass ich es gerne auch hier in der Gruppe teilen möchte.

✨Für mich ist das Medizinrad ein lebendiger Organismus.
Gleichzeitig ist es eine lebendige Struktur, mit der wir unser ganzes Sein hier verstehen können.

Für mich beginnt das Medizinrad mit dem Übergang vom Osten in den Süden.
Das ist die Geburt.
Der Neuanfang.
Der Neubeginn.

Auf dieser Schwelle kommen wir als weißes Blatt.
Als Nichts – und gleichzeitig bringen wir alles mit.
Unser ganzes Potenzial ist da.

Wenn wir im Laufe unseres Lebens durch den Süden gehen – für mich ist das die Kindheit – dann lernen wir.
Wir beschreiben dieses Blatt.
Wir entwickeln unser Potenzial gemäß unserer Wahl.
Unserer spirituellen Wahl und unserer irdischen Wahl.

Wenn wir dann in die Pubertät übergehen, erkennen wir, dass es plötzlich noch etwas anderes gibt als uns selbst.
Im Süden gehen wir energetisch erst einmal davon aus, dass es nur uns gibt, dass sich die Welt um uns dreht.

Der Spiegel für diese Dualität ist der Umgang mit unseren Emotionen und mit unseren Beziehungen.
Denn unsere Beziehungen sind nichts anderes als ein Spiegel unserer Selbstanteile.

Sie erlauben uns zu erleben, dass es ein Du gibt.
Ein Gegenüber.
Ein anderes Ende dieses Stockes.

Und genau hier beginnt dieser innere Kampf.
Weil wir mehr und mehr die Idee entwickeln, dass das, was uns da gegenübersteht –
und gleichzeitig das, was wir in uns fühlen –
getrennt von uns ist.
Dass es etwas ist, das nicht zu uns gehört.
Etwas, das wir nicht haben wollen.

Wenn wir dann ins Erwachsenenalter schreiten – energetisch für mich der Norden –
beginnt die Phase des Erkennens.

Indem wir uns selbst erkennen,
indem wir uns anerkennen,
indem wir erkennen, dass Gefühle, Gedanken, alles unsere eigenen Schöpfungen sind,
dass auch das Gegenüber unsere Schöpfung ist,
dass es unsere erschaffene Realität ist –

kommen wir in eine immer tiefere Liebe und Akzeptanz zu uns selbst.

Wir fühlen, dass wir auf der irdischen Ebene verbunden sind mit den Menschen, mit denen wir in Beziehung stehen.
Und auf einer übergeordneten Ebene mit allem.

Aber dieses „Ich bin mit allem und jedem verbunden“ ist für mich die Ostqualität.
Und wenn wir zu früh in solche spirituellen Konzepte einsteigen –
„Wir sind alle Liebe“, „Wir sind alle Licht“, „Wir sind alle eins“ –
ohne diese Schwelle wirklich gemeistert zu haben,
verlieren wir uns.

Weil wir uns selbst noch nicht tief genug erkannt haben.
Weil wir das, was ist, noch nicht tief genug geliebt haben.
Weil wir noch nicht verstanden haben, dass das, was jetzt ist, alles ist, was es gibt.

Wenn wir in die Meisterschaft des Nordens eintreten,
wenn wir dieses Spiel der Dualität nicht nur erkannt, sondern verstanden haben,
wenn wir es in uns akzeptiert und lieben gelernt haben –
vor allem uns selbst in dem, was ist –

dann sind wir bereit, über diese Schwelle zu gehen.

Bereit fürs Freilassen.
Bereit fürs Loslassen.
Bereit fürs Freigeben.
Bereit fürs Auflösen.

Das ist der Übergang zwischen Nord und Ost.

Dort geschieht die Magie.
Dort wird die Energie, die wir festgehalten haben,
die Widerstände, die wir gegen uns selbst und alles, was ist, aufgebaut haben,
zurückgegeben in den Strom des Unendlichen.

Sie darf wieder frei zirkulieren.
Sie darf sich neu entfalten.

Und das Blatt wird wieder weiß.

Weiß, um wieder alle Möglichkeiten offen zu haben.
Um wieder in den Kreislauf vom Osten in den Süden einzutreten.
Eine neue Geburt.
Ein neues weißes Blatt.
Mit allen Potenzialen.

Und der Kreis beginnt von vorne.

Das ist der ewige Lebenskreis bezogen auf das menschliche Leben.
Und gleichzeitig ist es der Mikrokosmos im Makrokosmos.

Dieser winzige Spiegel im Kaleidoskop, in dem sich alles spielt –
in diesem einen einzigen Moment.

Denn dieser eine Moment ist – wenn wir ihn in Slow Motion ziehen – das ewige Rad.
Ewig präsent.
Ewig sich ausdehnend.
Immer im gleichen Rhythmus.

Dieser eine Moment offenbart uns das leere Blatt –
und gleichzeitig unser ganzes Potenzial.✨

Amen und Aho 💎