Tag 27 Osten | Stirnchakra
Einen wunderschönen guten Morgen, ihr Lieben.
Heute ist Tag 27 – Osten – Stirnchakra.
Als Erstes kam eben der Satz: Unsere Reise geht langsam zu Ende – und gleichzeitig ist es kein Ende. Es ist immer nur ein Anfang. In Wahrheit gibt es weder einen Anfang noch ein Ende. Diese Worte benutzen wir gern, wenn wir etwas in unserer linearen Zeitrechnung erklären wollen. Und auch das ist völlig in Ordnung.
Gerade ist es sehr still, und gleichzeitig ist alles in Aufruhr.
Heute kam der Impuls, euch noch einmal an die Komplementärchakren zu erinnern. Interessanterweise kommt diese Erinnerung fast immer dann, wenn wir im Stirnchakra sind. Ich finde das sehr spannend, denn das Komplementärchakra des Stirnchakras ist das Sakralchakra. Streng genommen arbeiten natürlich alle Chakren immer in einem gemeinsamen Fluss, und doch haben für mich das Stirnchakra und das Sakralchakra aus irgendeinem Grund eine ganz besondere Bedeutung.
Durch das tiefere Verständnis dieser miteinander arbeitenden Energien hat sich bei mir auch meine Vorstellung davon aufgelöst, was es heißt, intuitiv zu sein, zu empfangen, wahrzunehmen.
Auch wenn heute kein klarer Impuls da ist, lade ich dich ein, dich einfach einmal mit Stirnchakra und Sakralchakra zugleich zu verbinden. Ich lade dich ein, in dieser Einheit wieder ein wenig zu spielen – energetisch den Stein, den du im Osten für das Sakralchakra hattest, aufzunehmen und ihn mit deinem Stein im Stirnchakra zu verbinden, und dann einfach zu schauen, was geschieht.
Das ist kein Tun. Und ich sage bewusst nicht „Nicht-Tun“. Es ist ein Geschehenlassen.
In den letzten Tagen, in denen ich ein Familiensystem begleitet habe, ist mir wieder sehr bewusst geworden, dass es oft vollkommen genügt, etwas wahrzunehmen und es so sein zu lassen. Jetzt spüre ich, dass noch etwas zu euch fließen möchte.
Dass ich mich in dieser Woche mit einem Familiensystem beschäftigt habe, ist ganz sicher kein Zufall. Und so lade ich dich ein, einmal in deine eigene Familie hineinzuspüren. Schau einfach hin. Nimm wahr, was du in deiner Mutterlinie fühlst und was du in deiner Vaterlinie wahrnimmst.
Wenn es dich ruft, kannst du sie auch symbolisch aufstellen. Ich arbeite dafür mit meinen Mesasteinen, doch du kannst alles verwenden, was sich für dich stimmig anfühlt – sieben für die Seite deiner Mutter, die sieben Frauengenerationen, und sieben für die Seite deines Vaters, die Generationen seiner Linie. Oder auf genau die Art, wie es sich für dich richtig anfühlt.
Vielleicht gibt es auch nur eine einzige Generation, die einfach bewusst wahrgenommen werden möchte. Und damit meine ich ausdrücklich nicht, dass du auf die Suche gehen sollst – nach Schuld, nach Scham, nach Geheimnissen. Geh nicht auf die Suche. Geh einfach nur in die Wahrnehmung und schau, was geschieht.
Und gleichzeitig darfst du wissen: Es muss nichts geschehen. Das ist mir in dieser Woche noch einmal sehr klar geworden. Es muss nichts passieren, denn es geschieht von allein.
Und das ist auch die Essenz dessen, was ich dir heute noch einmal schenken möchte – die Essenz von THE CORE WORK: Du musst nichts tun. Es genügt, dass du wahrnimmst, was jetzt ist. Die Gedanken, die Gefühle, die Situationen, die Menschen. Und auch die Wahrnehmung selbst ist in Ordnung, denn es gibt keine falsche Wahrnehmung.
Wenn du etwas wahrnimmst, dann ist es deine Wahrnehmung – für diesen Moment. Und genau deshalb können andere etwas oft nicht für dich heilen, denn so, wie du wahrnimmst, nimmst nur du wahr.
Ich weiß, dass ich das lange nicht verstehen konnte, wenn jemand sagte: „So fühlt sich das für mich an“, und ich dachte: So fühle ich das aber nicht. Natürlich nicht. Ein anderer fühlt nie wie du, ein anderer denkt nie wie du. Du kannst niemandem wirklich erklären, wie du fühlst. Du kannst nur Worte finden, die sich annähern. Doch wie du fühlst, bleibt immer dein innerer Raum.
Und deshalb ist jede Wahrnehmung wahr – für dich, jetzt, in diesem Moment.
Vielleicht darf heute, in der Energie des Ostens und des Stirnchakras, noch etwas tiefer sinken: Das, was du wahrnimmst, ist jetzt so. Und es ist vollkommen in Ordnung. Es ist eine wundervolle, kraftvolle, einzigartige Kreation, und du hast gegen keine dieser Kreationen etwas einzuwenden.
Die Wahrnehmung ist. Und alles, was ist, darf in seinem Sein sein, denn du hast es erschaffen. Und indem du den Widerstand loslässt, entfaltet sich etwas. Du gibst dich hin – und etwas Neues erscheint.
Man kann diesen Prozess in vier Schritte gliedern:
– das Wahrnehmen dessen, was ist
– das Lieben dessen, was ist
– das Freilassen
– und das Neu-Entstehen
Wobei dieses Neu-Entstehen nicht mehr von dir beeinflusst wird.
Im Gegensatz zu klassischen Manifestationstechniken, bei denen das Neue bewusst erschaffen und gesteuert wird, geschieht dieses Neu-Entstehen aus der Hingabe heraus. Es ist eine andere Ebene, eine andere Frequenz. Beides ist nicht richtig oder falsch – es sind einfach unterschiedliche Bewusstseinsräume.
Dieses Rad dreht sich ewig. Ich habe es nur aufgeteilt, um es verständlicher zu machen.
Jeder Augenblick ist ein heiliger Moment, ein geheilter Moment – in dem Augenblick, in dem er wahrgenommen wird, in dem das Bewusstsein, das, was du in Wahrheit bist, sich dessen bewusst wird.
Und so stellt sich die göttliche Ordnung ein. Erst in dir, dann bei denen, die dir nah sind, dann in deinem weiteren Umfeld und auch über die Generationen hinweg. Das geschieht gerade weltweit, weil immer mehr Menschen – so wie du – ins Bewusstsein kommen. Und das bringt alles zurück in die göttliche Ordnung.
Ich danke dir von Herzen, dass du dich bereit erklärt hast, als eine der Ersten dazu beizutragen.
Hab den wundervollsten Tag deines Lebens.
Alles Liebe 🤍