Tag 13 Westen | Stirnchakra
Einen wundervollen guten Morgen ihr Lieben,
wir sind am Tag 13 im Westen, im Stirnschakra, angekommen.
Und ich nehme euch heute einmal direkt mit in meine Welt – und muss dabei schon vorab ein wenig schmunzeln.
Ich bin sehr spät aufgewacht. Also für mich sehr spät: um 9:30 Uhr.
Und als Erstes kamen die Gedanken.
„Oh yeah, heute wird’s aber spät. Jetzt musst du dich beeilen. Ins Bad. Den Tagescode legen. Einen Impuls empfangen. Und und und …“
Nachdem ich den Tagescode gelegt hatte, saß ich da und dachte:
„So, jetzt kommt der Impuls.“
Heute sind wir im Westen, im Stirnschakra.
Und es kam … nichts.
Ich habe mich dann hingesetzt, alles ausgemacht – Handy aus, Benachrichtigungen aus – und angefangen zu schreiben.
Meinen täglichen Dialog mit Gott, mit dem Unendlichen.
Und dieser Dialog begann mit dem Satz:
Heute fühlt es sich so an, als hätte ich den Faden verloren.
Als hätte ich gerade meine Verbindung verloren.
Und in dem Augenblick, in dem ich mit dieser Kreation – mit meiner eigenen Schöpfung – einfach sein konnte, fiel alles ab.
In diesem Moment wusste ich:
Dieses Verbinden mit dem Stirnschakra, mit dem dritten Auge, hat oft noch eine ganz bestimmte Vorstellung in uns.
Als müsste jetzt ein gigantischer, galaktischer, außergewöhnlicher, phänomenaler Impuls kommen – von wo auch immer.
Aber auch das ist nur ein Konzept.
Wenn wir uns wirklich mit dem dritten Auge verbinden, geht es nicht um etwas Spektakuläres.
Es geht um Bewusstsein.
Um das Bewusstsein darüber, was jetzt gerade da ist.
Und was war da bei mir?
Ich hatte mich gestresst gefühlt.
Ich hatte mich aus der Ordnung gebracht gefühlt.
Ich hatte das Gefühl, ich müsse jetzt etwas abliefern.
Ich dachte:
„Oh, das ist ja die erste Rauhnacht. Vielleicht muss ich dazu auch noch etwas sagen.
Oh Gott, oh Gott.
Und dann sind da diese zwölf heiligen Nächte. Das muss doch jetzt alles irgendwie eingebunden werden.“
Mein Kopf erzählte mir Geschichten.
Und ich fühlte mich immer weiter von mir entfernt.
Die entscheidende Bewegung war dann nicht, noch mehr nachzudenken,
sondern die Entscheidung, genau das alles sein zu lassen.
Nicht mehr über den Impuls nachzudenken.
Nicht darüber, was ich noch alles tun müsste.
Sondern einfach zu schreiben, was ist.
Und ich schrieb genau diesen einen Satz:
Heute fühlt es sich so an, als hätte ich den Faden verloren.
Als hätte ich meine Verbindung verloren.
Und das war es.
Es ist so einfach.
Es ist immer wieder so einfach, zurückzukehren – zum Wesentlichen, zur Essenz.
So wie sich bei mir dieser Zugang wieder geöffnet hat, öffnet er sich auch bei dir.
Denn in Wahrheit ist er nie verschlossen.
Wir konstruieren nur Gedanken.
Und mit diesen Gedanken konstruieren wir Gefühle.
Und diese Gefühle lassen uns glauben, wir seien getrennt.
Diese Sätze kennen wir.
Diese Gefühle kennen wir.
Unser Körper kennt sie auch – und springt aus Gewohnheit sofort ins Vertraute.
Und dennoch sind wir in dem Moment, in dem wir bewusst wahrnehmen, sofort wieder da.
Sofort wieder bei uns.
Sofort wieder in Verbindung.
In der Essenz.
In Gott.
Entscheidend ist dabei etwas ganz Feines, etwas sehr Wichtiges:
Nicht, dass ich nichts dagegen einzuwenden habe, dass mir nichts einfällt.
Nicht, dass ich nichts dagegen einzuwenden habe, dass „nichts kommt“.
Denn das würde die Geschichte bestätigen, dass da wirklich nichts ist.
Entscheidend ist, dass ich nichts dagegen einzuwenden habe,
dass ich diesen Satz kreiert habe.
Dass ich dieses Gefühl kreiert habe.
Denn das war in diesem Moment die Wahrheit:
Der Satz war da.
Das Gefühl war da.
Aber es war nicht die Geschichte.
Die Geschichte wäre gewesen:
„Es stimmt. Ich habe die Verbindung verloren. Da ist nichts.“
Und genau das ist nicht wahr.
Das ist die Kernarbeit – diese Core Work, wie ich sie nenne.
Nicht sofort zum nächsten Schritt zu springen.
Nicht sofort zu sagen:
„Ich erkenne an, dass meine Situation gerade so ist.“
„Ich erkenne an, dass ich gerade in meiner Partnerschaft struggle.“
„Ich erkenne an, dass es mit meinen Kindern gerade schwierig ist.“
Das ist bereits ein Stück weiter weg von dir.
Core Work bedeutet, zurückzugehen zu diesem einen einzigen Moment.
Zu diesem einen Satz.
Zu diesen Gedanken.
Zu diesen Gefühlen.
Mehr braucht es nicht.
Ich wünsche euch einen ganz bezaubernden ersten Weihnachtsfeiertag
und ganz, ganz viele solcher Momente.
Solcher Perlen.
Solcher Bewusstseinslichter,
die euch immer tiefer und immer tiefer an eure Essenz erinnern.
Alles Liebe. 💛